Zertifizierung von Feldbotanikern

Für viele Fragestellungen werden botanische Felderhebungen benötigt, etwa für Biotopkartierungen, Erfolgskontrollen und Pflegepläne im Naturschutz, für Bewertungen im Rahmen der Landschaftsplanung, für Umweltmonitoring und für Fragen der Land- und Forstwirtschaft. Das für die Felderhebungen notwendige Fachwissen wird leider nur noch in geringem Umfang an Universitäten und Hochschulen gelehrt. Ein Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften ist absehbar.

 

Basiskurs

Dem soll die Zertifizierung von Feldbotanikern im Rahmen dieser Reihe in Zusammenarbeit mit der Akademie für Natur- und Umweltschutz entgegenwirken. Ziel ist die Vermittlung der wichtigsten Erfassungsmethoden und Kartiertechniken sowie grundlegender Kenntnisse zur Flora und Vegetation Südwestdeutschlands. Einen breiten Raum nehmen Geländepraktika ein, bei denen die Teilnehmer unter Anleitung das gewonnene Wissen praktisch anwenden und vertiefen können.

Der Basiskurs ist modular aufgebaut und schließt nach der erfolgreichen Prüfung mit einem Zertifikat ab. Die sechs zweitägigen Module finden an unterschiedlichen Orten statt und behandeln neben einem Schwerpunktthema stets die Flora und Vegetation des entsprechenden Gebietes, so dass die Artenkenntnis im Laufe des Kurses stetig erweitert wird.


Schwerpunkte des Basiskurses sind:

  • Pflanzenbestimmung
  • Vermittlung von Kartiertechniken
  • Grundlagen der Biotopkartierung
  • Zusammenhänge zwischen Vegetation und Standort
  • Interpretation von Geländebefunden
  • Erwerben von Artenkenntnis

 

Aufbaukurs

Die sichere Ansprache und Kartierung von Biotoptypen und FFH-Lebensraumtypen wird bei vielen Fragestellungen des Naturschutzes und der Landschaftsplanung benötigt. Der Aufbaukurs vermittelt die hierzu vertiefende Kenntnisse. Nach einer Einführung in die Kartiertechnik führen die Teilnehmer unter fachlicher Anleitung selbständig die Erhebung und Bewertung von Biotoptypen und FFH-Lebensraumtypen durch. Verwendet werden bei den Erhebungen die entsprechenden Kartierschlüssel des Landes Baden-Württemberg.
Der Kurs besteht aus einem dreitägigen Geländepraktikum, bei denen sowohl weit verbreitete als auch seltenere, naturschutzfachlich besonders bedeutsame Biotoptypen und die entsprechenden FFH-Lebensraumtypen erfasst werden. Voraussetzung für die Teilnahme sind Grundkenntnisse zur Flora und Vegetation Südwestdeutschlands.

 

(Quelle: Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg)